Sonntag, 19. November 2017
-   ZUKUNFTSFRAGEN

„Generation um die 30“: Industrie unverzichtbar für Wachstum und wirtschaftlichen Erfolg

Eine breite industrielle Basis und intakte Wertschöpfungsketten sind für die Generation der 27-bis 34-Jährigen („Generation um die 30“) entscheidende Voraussetzungen für Wohlstand, Wachstum und sichere Arbeitsplätze in Deutschland. Das ist eine Schlüsselerkenntnis der Studie „Standort Zukunft“. Befragt wurden in zwei repräsentativen Umfragen jeweils 1 000 Personen dieser Altersgruppe. Zusätzlich wurde das Thema in diversen Workshops qualitativ untersucht. Damit sind erstmals in Deutschland Einstellungen und Haltungen der „Generation um die 30“ intensiv erforscht worden.

Was ist jungen Erwachsenen wichtig? In was für einer Gesellschaft wollen sie leben? Wie ist ihre Meinung zur Industrie? Sehen sie einen Konflikt zwischen Ökonomie und Ökologie? Mit der Initiative „Standort Zukunft“ will RWE diesen Fragen am Beispiel der „Generation um die 30“ nachgehen und zum Dialog über die Ergebnisse einladen. Startpunkt der Initiative bildete eine quantitative und qualitative Studie über die Einstellung von jungen Menschen zwischen 27 und 34 zu Wachstum und Wohlstand, sozialer Gerechtigkeit, Herausforderungen der Energiewende oder der Balance zwischen Ökologie und Ökonomie.

Im öffentlichen Diskurs unterrepräsentierte Generation

Was zeichnet die genannte Generation aus, wie setzt sie sich zusammen? Sie besteht zu 51,7 % aus Männern und zu 48,3 % aus Frauen. Knapp 70 % leben in einer Großstadt, ca. 44 % sind verheiratet. Ungefähr 40 % haben Abitur, ca. 30 % Mittlere Reife, ca. 20 % ein abgeschlossenes Studium. Knapp 93 % sind berufstätig, davon sind die meisten als Angestellte tätig (60 %), rund 10 % sind Arbeiter/Facharbeiter/Vorarbeiter/Poliere/Handwerksgesellen, ca. 4 % sind selbstständig, ca. 2 % arbeiten in freien Berufen und ca. 3 % sind Beamte. Ca. 40 % steht ein Netto-Monatseinkommen von 1 500 € oder mehr und einem Anteil von ca. 20 % weniger als 750 € monatlich zur Verfügung.

Die Studie beschäftigt sich mit den Erwartungen und Wünschen der „Generation um die 30“, da diese von politischen Entscheidungen besonders betroffen, aber im öffentlichen Diskurs wenig präsent ist. Sie setzt sich aus zwei repräsentativen Umfragen sowie vier Workshops deutschlandweit zusammen, spiegelt den Blick der Generation um die 30 auf sich selbst (individuelle Ebene) mit ihren Erwartungen an die Gesellschaft und Politik (gesellschaftliche Ebene) und vergleicht diese mit wirtschaftlichen Notwendigkeiten (volkswirtschaftliche Ebene).

Bemerkenswerte Ergebnisse

Die Ergebnisse bieten bemerkenswerte Einblicke (Abb. 1): So ist die Industrie für 91 % der Befragten eine wichtige Voraussetzung für Wohlstand und Wachstum in Deutschland. Sie verbinden mit ihr Wettbewerbsfähigkeit, qualitativ hochwertige Produkte und gesamtwirtschaftlichen Erfolg. Gleichzeitig haben die Befragten hohe Erwartungen: Als großer Emittent von Treibhausgasen muss die Industrie Umweltschutz und Nachhaltigkeit ernst nehmen. Zudem sieht die „Generation um die 30“ erheblichen Nachholbedarf im Hinblick auf flexible Arbeitszeiten, eine wertschätzende Arbeitsumgebung und eine ausgeglichene Work-Life-Balance (Abb. 2).

Mit Blick auf den Umbau der Energieversorgung warnen die Befragten vor einem Ausufern der Kosten: 66 % befürchten, dass Strom für Teile der Gesellschaft in Zukunft nicht mehr bezahlbar sein wird (Abb. 3). Zudem ist rund die Hälfte besorgt, dass Unternehmen aufgrund steigender Strompreise abwandern könnten (Abb. 4).

Grundsätzlich wünscht sich die „Generation um die 30“ deutlich mehr Aufmerksamkeit von der Politik: Über die Hälfte der bundesweit Befragten denkt, dass die Politik ihre Interessen zu wenig berücksichtigt und sich stärker für die Belange der älteren Generation einsetzt. Folglich stehen höhere Investitionen und mehr Engagement für junge Familien, Bildung und Forschung weit oben auf der Prioritätenliste.

Energiewende darf Wertschöpfungsketten nicht gefährden

Mit der Online-Plattform www.standortzukunft.de will RWE eine breite Diskussion über die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland und relevante gesellschaftliche Entwicklungen initiieren. Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der RWE AG, erläutert die Hintergründe: „Die heute 27-bis 34-Jährigen werden schon bald die wichtigen Positionen in unserer Gesellschaft innehaben und für die Zukunftsgestaltung unseres Landes eine zentrale Rolle einnehmen. Es ist wichtig, sie besser zu verstehen – für die Gesellschaft, aber vor allem für uns in unserer Rolle als Energieversorger.“ Terium weiter: „Diese Generation fordert eine Energiewende mit Augenmaß, die Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfungsketten nicht gefährdet. Gleichzeitig zeigt sie Erneuerungsbedarf auf. Wer klug ist, wird sich diesen Erkenntnissen nicht verschließen.“

„et“-Redaktion

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