Sonntag, 19. Mai 2013 Schriftgröße Schriftgröße: Normal Schriftgröße: Grö�er
-   In eigener Sache

Wussten sie schon, dass es die Meinungen & Fakten-Artikel aus der Rubrik Zukunftsfragen jetzt auch als eigene Rubrik auf unserer Website gibt? Aufgrund der regen Resonanz haben wir uns entschlossen, die Artikel an einem Ort zusammenzufassen, um Ihnen den Zugriff auf das Material zu erleichtern. Unter Aktuelles » Meinungen und Fakten finden Sie alle Artikel sowohl als HTML-Seite sowie als PDF zum Download. Eine eigene Archivfunktion bietet zudem einen leichten Zugriff auf alle bisher erschienen Texte.

Die "et"-Redaktion.

-   Meldungen

Am 9.4.2013 wurde in Essen der Spatenstich zur Legung des bisher längsten Supraleiterkabels getätigt. Das rd. 1 km lange Kabel, das im Rahmen des Projektes AmpaCity von RWE in der Innenstadt gelegt wird, überträgt fünfmal mehr Strom als herkömmliche Erdkabel mit gleicher Spannung.

-   Zukunftsfragen

Hans-Dieter Karl

Die Einführung wettbewerblicher Strukturen in der leitungsgebundenen Energieversorgung Deutschlands hatte spürbare Effizienzgewinne zur Folge. Durch die Energiewende mit der massiven Förderung der erneuerbaren Energien kam es aber vor allem im Bereich der Stromerzeugung zu einer Beschneidung des Wettbewerbs und damit zu erneuten Ineffizienzen. Aber auch unter den veränderten Bedingungen der beschlossenen Energiewende mit einem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien sollte eine möglichst wettbewerbliche Organisation des Sektors angestrebt werden, um eine wirtschaftliche Stromerzeugung zu erreichen.

-   Topthema

Jens Perner und Christoph Riechmann

Die Frage der künftigen Vergütung und Marktintegration von erneuerbaren Energien (EE) wird derzeit stark diskutiert. Ursächlich dafür ist unter anderem der Anstieg der Förder-(EEG-)Umlage zum 1.1.2013 von 3,59 €ct/kWh auf jetzt 5,28 €ct/kWh. Vor diesem Hintergrund stellt sich nicht mehr die Frage, ob das deutsche System der Förderung der Erneuerbaren zu reformieren ist, sondern lediglich, wie weitgehend diese Reformen zu gestalten sind. Reformansätze, die nur punktuell am heutigen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ansetzen, erscheinen angesichts der Kosten nicht ausreichend. Unabdingbar sind hingegen Modelle, die auf eine konsequente Integration der EE-Technologien in den Markt und auf Wettbewerb zwischen ihnen setzen.

-   Weitere Themen

Henry Ole Otte und Jan Goslicki

Am 10.7.2012 publizierte das „Council of European Energy Regulators“ (CEER) in Brüssel die „Guidelines of Good Practice on Price Comparison Tools”, welche die Empfehlungen beinhalten, die zur Durchführung von Preisvergleichen unterschiedlicher Lieferverträge bei der Energiebeschaffung anzuwenden sind. Nachfolgend wird untersucht, inwieweit die Preisvergleiche im Segment für Großkunden den Empfehlungen der Richtlinie genügen. Der Energievertrieb für Großkunden ist im Gegensatz zu Kleinkunden durch ein hohes Maß an Dynamik und Individualität geprägt. Die hierdurch gestiegene Komplexität der Energievertriebsprodukte für Großkunden führt dazu, dass Preisvergleiche mit individueller Beratung durch Experten erstellt werden.

Elke Weingarten, Wolfgang Peters und Klaus Müller-Pfannenstiel

Die Energiewende erfordert sehr zeitnah einen umfassenden Ausbau der Stromleitungsnetze. Diese Maßnahmen werden aller Voraussicht nach nicht ohne Konflikte mit den hiervon betroffenen Bürgern zu realisieren sein. Bei der Planung der Netze sollte daher dem Thema Bürgerbeteiligung von Anfang an eine sehr große Bedeutung beigemessen werden, indem Bürger als Teil der „breiten Öffentlichkeit“ systematisch an den Entscheidungsprozessen beteiligt werden.

Kühle Witterung und verstärkte Kohleverstromung lassen CO2-Emissionen in Deutschland 2012 steigen

Hans-Joachim Ziesing

Nachdem die CO2-Emissionen im Jahr 2011 trotz guter Konjunktur vor allem aufgrund der milderen Witterung gesunken – temperaturbereinigt freilich erneut gestiegen – waren, nahmen sie 2012 um 1,6 % abermals zu. Dazu trug nicht nur die kühlere Witterung bei, vielmehr schlug sich darin auch die verstärkte Verstromung von Stein- und Braunkohle nieder. Temperaturbereinigt fiel der Anstieg mit 0,2 % allerdings sehr schwach aus. Von der angestrebten Trendwende kann damit aber noch nicht gesprochen werden.

Daniel Sliwiok-Born

Der jüngste Reformvorschlag von Bundesumweltminister Peter Altmaier versucht, die Kosten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) durch ein Bündel verschiedenster Maßnahmen (insbesondere: Deckelung der EEG-Umlage bis 2015 und Verschiebung des Vergütungsbeginns für Neuanlagen bei Erreichung des Kostendeckels, Beteiligung der EE-Anlagenbetreiber an den Förderkosten und Beschneidung der Privilegien für stromintensive Unternehmen) zu reduzieren. Eine nähere und umfassende systemanalytische Auseinandersetzung mit der Kostenstruktur des EEG erfolgt hierbei jedoch nicht, oder zumindest nicht öffentlich. Die einzelnen Beiträge bleiben vielmehr partiell und erscheinen gelegentlich von ideologischen Interessen geleitet. Der Reformdebatte ist dies wenig zuträglich. Mit diesem Beitrag soll der Versuch unternommen werden, die wesentlichen und zwingenden Determinanten der Kostendebatte herauszuarbeiten und auf dieser Grundlage einen eigenen Reformvorschlag zu entwickeln.

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Aktuelles Heft
Inhalt der Ausgabe 1-2 2013
Schwerpunkt:
Erneuerbare: Marktintegration
Akzeptanz: Bürgerbeteiligung in Planungsverfahren zum Netzausbau
Zukünftiges EEG: Wieviel Reform ist erforderlich?
Zukunftsfragen: Wettbewerbsfähigkeit erneuerbarer Energien
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