Donnerstag, 23. November 2017
-   ZUKUNFTSFRAGEN

Knut Kübler

Nach dem über viele Jahre im Trend rückläufigen Niveau der energiebedingten CO2-Emissionen in Deutschland sind die Werte in den letzten zwei Jahren wieder leicht gestiegen. Dieser Zuwachs hat die Bundesregierung darin bestärkt, ein neues Aktionsprogramm Klimaschutz aufzulegen. Nahezu 30 Jahre Erfahrungen in der Klimaschutzpolitik legen es nahe, den ungebremsten Anstieg der weltweiten Treibhausgasemissionen jetzt noch konsequenter als bisher im politischen Gestaltungsrahmen Deutschlands zu beachten.

Mit der deutschen Energiewende läuft ein Experiment, auf das die Welt schaut. Dennoch kann Deutschland keinen Alleinvertretungsanspruch für sich einfordern, denn grundlegenden strukturellen Wandel gibt es auch in anderen Energiewirtschaften. Der Weltenergierat – Deutschland, deutsche Tochter des größten energieträgerübergreifenden internationalen Netzwerkes der Energiewirtschaft (World Energy Council), hat ein Beratungsunternehmen beauftragt, eine vergleichende Analyse globaler Energiewenden für seine diesjährige Publikation „Energie für Deutschland“ durchzuführen. „et“ sprach mit Dr. Uwe Franke, Präsident des Weltenergierat – Deutschland, darüber.

Entwicklungen des globalen Energiesystems 2013

„Niemand ist eine Insel“ heißt ein populärer deutscher Roman der 1970er Jahre. Dies bewahrheitet sich einmal mehr bei den weltweit gehandelten Energieträgern. Vor wenigen Wochen erschien der BP Statistical Review of World Energy zum 63. Mal. Das umfangreiche Zahlenwerk wurde von BP-Chefvolkswirt Christof Rühl vorgestellt. Der jährlich erscheinende Bericht liefert die Kennzahlen der Energieproduktion und -konsumtion und zeigt darüber hinaus auf, wie sich die wirtschaftlichen Entwicklungen, geopolitischen Unsicherheiten und die Diskussionen über die Rolle von Regierungen und Märkten in den Daten widerspiegeln.

Die avisierten Klimaschutzziele der Europäischen Union für 2030 sind überaus ambitioniert. Ausgehend vom Basisjahr 1990 sollen bis 2020 die CO2-Emissionen um 20 % gemindert werden. Für 2030 steht ein Minderungsziel von 40 % im Vergleich zu 1990 zur Diskussion. In einer Dekade soll also genauso viel erreicht werden, wie zuvor in drei Dekaden. Ohne internationale Vereinbarungen drohen diese Anstrengungen jedoch, ins Leere zu laufen.

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