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Donnerstag, 25. August 2016 Schriftgröße
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-   ZUKUNFTSFRAGEN

Reinhard Madlener

Man mag den Rebound-Effekt für ein einfaches Thema halten: Effizienzgewinne bewirken den verstärkten Einsatz der nun effizienteren Technologien. Doch das trifft den Kern der Sache nicht. Der Rebound ist ein komplexes Bündel verschiedener Faktoren und Mechanismen, die sich nicht einfach auf eine einzelne Kennzahl reduzieren lassen. Eine ernsthafte Analyse des Rebounds muss daher diese Faktoren in geeignete Modellansätze mit einbeziehen. Die Politik ist gefordert, ihre Effizienzpolitiken kritisch zu hinterfragen und der Wissenschaft präzisere Fragen zu stellen.

Tilman Santarius

Bis vor nicht allzu langer Zeit war der Rebound-Effekt ein in der öffentlichen energiepolitischen Diskussion wenig bekannter Begriff. Hätte man vor etwas mehr als fünf Jahren nach dem Begriff „Rebound“ gesucht, hätte man Definitionen aus dem Sport oder der Medizin gefunden. Mittlerweile aber ist der „Rebound-Effekt“ in aller Munde – und zwar vor allem in der energie- und umweltpolitischen Debatte. Doch gibt es den einen „Rebound-Effekt“ oder handelt es sich um ein ganzes Bündel verschiedener Effekte? Was sind seine Auswirkungen und lassen sich diese quantitativ/ökonomisch umfassend analysieren? Der Artikel will Antworten auf diese Fragen finden und sucht nach zentralen Gründen, warum das Meinungsspektrum in der Expertendiskussion dermaßen breit ist.

„Es gibt sowohl positive als auch negative Rebound-Effekte“

„Rebound“ ist in der Öffentlichkeit mittlerweile keine Unbekannte mehr. Dennoch hat man den Eindruck, dass bezüglich der Effekte heute erst die Spitze des Eisbergs sichtbar wird. Die zu bewältigenden Aufgaben sind groß. Nach vier Jahren spricht Prof. Dr. Reinhard Madlener, Wissenschaftler an der RWTH Aachen, erneut mit den Energiewirtschaftlichen Tagesfragen („et“) über den wachsenden Energieverbrauch weltweit, dessen nachhaltige Deckung sowie über neueste Erkenntnisse zum Rebound-Effekt und darüber, welche Schlussfolgerungen und Lösungen die Forschung dazu anbieten kann.

Bei der Frage, wie es in Deutschland gelingen soll, bis zum Jahr 2050 weitestgehend CO2-frei zu sein, muss man sich bewusst machen, dass alle CO2-Emissionen, ganz egal auf welcher Stufe sie entstehen, zu guter Letzt dem Konsum zuzuordnen sind. Es geht also nicht nur um die energiebedingten Emissionen, sondern auch um Fragen wie Ernährung und Freizeit und damit mittelbar u. a. um die Landnutzung und unser Konsumverhalten. Das bedeutet, dass unser Lebensstil untrennbar mit der CO2-Minderung verbunden ist.

Special zum Thema Zukunftsfragen 8/2016

Das 15seitige Special zum Thema Zukunftsfragen ist als PDF kostenlos hier downloadbar!

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Aktuelles Heft
Inhalt der Ausgabe 8/2016
Schwerpunkt: Rebound-Effekt
Konzepte: Bedeutung der industriellen Eigenstromversorgung
Rebound-Effekt: Ökonomische Forschung und ihre Grenzen
Stromnetze: Dynamische Kappung von Erzeugungsspitzen
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