Donnerstag, 23. November 2017
-   Editorial
Brücken bauen zwischen den Welten

Liebe Nutzerin, lieber Nutzer,

Franz Lamprecht - Chefredakteur „et“„Es scheint immer unmöglich, bis es getan ist“. Dieses, dem südafrikanischen Anti-Apartheid-Kämpfer und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela zugeschriebene Motto erfasst den Begriffszusammenhang „Innovation“ ganz gut, den wir in dieser Ausgabe auf den Schild gehoben haben. Wobei es heute weniger um nützliche, breit umgesetzte Erfindungen geht, die die Welt epochal verändern, wie Druckerpresse, Dampfmaschine oder Glühbirne. Innovation ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts etwas, das sich im Netzwerk von Herstellern, Kunden und Partnern abspielt. Die heutigen Innovatoren sind keine einsamen Genies, sondern kooperative Brückenbauer zwischen den Welten – ähnlich Mandela, der als Versöhner zwischen Antipoden wirkte.

Das Internet der Dinge – auch die dritte industrielle Revolution genannt – entwickelt sich an der Schnittstelle von Internet, Kommunikation und Verkehr, konkret auch an jener von IT und Stromsystem. Es überbrückt die Gräben bislang hermetisch abgegrenzter Bereiche. Für die Energiewende als Innovationswende bedeutet das, insbesondere an den Nahtstellen verschiedener Welten – Strom-, Wärme- und Transportsektor, konventioneller und erneuerbarer Kapazitäten – zu forschen und Innovationen umzusetzen. Ziel sollte sein, die Vorteile der Systeme auszunutzen bzw. die Nachteile durch Verknüpfung auszugleichen.

Auf Unternehmensebene gilt es, entsprechende Geschäftsmodelle zu zimmern – und das unter hohem Druck. Denn es gibt einen internationalen Innovationswettbewerb gerade in der Smart Energy World, den die Energieversorger hierzulande, freundlich gesagt, noch nicht gewonnen haben. In welcher Phase des Transformationsprozesses der Energiewelt sie stehen und welche gordische Knoten sie durchschlagen müssen, das zeigen Beiträge und Interviews nicht nur im Titelblock, sondern auch in weiteren Rubriken dieser Ausgabe, die auf der E-world energy & water vom 10.–12.2.2015 in Essen ausliegt. Der Branchenmagnet macht anschaulich erlebbar, wie der Übergang zwischen alter und neuer Energiewelt für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft erfolgreich bewältigt werden kann.

Und selbst? Die „et“ erscheint jetzt im 65. Jahrgang. In einem Layout, das, wie wir aus einer aktuellen Umfrage wissen, sachlich und angemessen ist. Und die Themen, die Einzelaspekte eines effizienten und konsistenten Weges in die Energiezukunft, halten Medium und Redaktion jung.

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen

Signatur Franz Lamprecht

Franz Lamprecht

Chefredakteur „et“

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