Sonntag, 19. November 2017
-   ZUKUNFTSFRAGEN

Jürgen-Friedrich Hake, Wolfgang Fischer und Christoph Weckenbrock

Der Prozess der Energiewende wird immer wieder auch von kritischen Anmerkungen begleitet. Gewarnt wird etwa vor großflächigen Stromausfällen oder einer weiteren Steigerung der Strompreise, welche nicht nur sozialunverträglich sei, sondern zudem auch die Wettbewerbsfähigkeit der Bundesrepublik schwäche. Vor dem Hintergrund vitaler Protestbewegungen gegen lokale Energiewende-Projekte wird zudem mancherorts in Frage gestellt, ob die energie- und klimapolitischen Ziele auf dem jetzigen Weg überhaupt zu erreichen sind.

Christian Growitsch, Stephan Nagl, Jakob Peter und Christian Tode

Prinzipiell ist der Stromaustausch zwischen Ländern auf Preisunterschiede an den jeweiligen Strombörsen zurückzuführen. Bei einer beliebigen Stromnachfrage werden die Strompreise an den einzelnen Börsen vor allem von den Brennstoffpreisen, der jeweiligen Verfügbarkeit von Kraftwerken sowie der Einspeisung von erneuerbaren Energien beeinflusst. Die relativen Strompreise wiederum wirken auf den Stromaustausch. Dass sich trotz der Abschaltung von rund 8 GW Kraftwerksleistung im Zuge des Kernenergieausstiegs im Frühjahr 2011 hohe Stromexporte einstellten, könnte überraschen. Der Stromexport kann aber auf ein weiterhin bestehendes Überangebot an Kraftwerkskapazitäten, einen im europäischen Vergleich effizienten Kraftwerkspark sowie den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland zurückgeführt werden.

Beitrag von Wind- und Photovoltaik-Anlagen zu einer gesicherten Stromversorgung

Yvonne Dyllong und Uwe Maaßen

Der Umbau der deutschen Stromversorgung ist ein auf annähernd vier Jahrzehnte angelegtes Vorhaben. Dabei sind viele Zwischenschritte zu bewältigen. Über die Zeit gesehen werden neue Systemkonfigurationen entstehen. Von Bedeutung ist die Fragestellung, wie die fluktuierende Einspeisung, insbesondere aus Wind- und Photovoltaikanlagen, in das deutsche bzw. europäische Stromsystem integriert wird. Von besonderem Interesse dabei ist, inwieweit Windkraft und Photovoltaik zur Versorgungssicherheit beitragen. Das wird im Folgenden anhand realer Daten des Jahres 2013 untersucht.

Die technischen Konturen der Transformation der deutschen Energiewirtschaft zeichnen sich mittlerweile mehr oder weniger deutlich ab. Wie sieht es auf der Seite der wirtschaftlichen Konzepte dafür aus, sind wir dabei auf einem einigermaßen einleuchtenden Weg? Die Frage gilt für die Integration der Erneuerbaren sowie für das Strommarktdesign insgesamt, also auch für die Versorgungssicherheit. Der Ökonom Justus Haucap von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf stellt im „et“-Interview heraus, dass wir uns bei der Energiewende im Klein-Klein verheddern. Bei den Erneuerbaren hätten wir besser einen anderen Förderungspfad eingeschlagen sollen. Und: Zur Sicherung der Stromversorgungssicherheit reicht der Energy-Only-Markt aus, wir sollten die Gefahr von Kapazitätsmechanismen nicht unterschätzen.

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