Montag, 24. Juli 2017
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Josef Gochermann

Der Zuwachs an erneuerbaren Energieanlagen stagniert. Ist die Energiewende festgefahren? Wird der Übergang in die neue Energiewelt überreguliert? Neben der Regulation der großen Systeme auf nationaler Ebene braucht die Energiewende mehr Freiraum und Flexibilität auf regionaler und auf individualer Ebene. Der vorliegende Artikel greift die wichtigsten Kritikpunkte in Bezug auf die Energiewende auf und gibt Hinweise zu deren Lösung.

Heinz-J. Bontrup

Die Energiewirtschaft ist in aller Munde. Und das nicht nur wegen der Energiewende. Dabei wird bei allen Diskussionen um die Auswirkungen der notwendigen ökologischen und ökonomischen Veränderungsprozesse in dieser volkswirtschaftlich wichtigen Branche in der Regel die Bedeutung des Personals nicht gebührend berücksichtigt. Zwar werden vielfach Beschäftigungsveränderungen angeführt, näher differenzierte, personalwirtschaftliche Betrachtungen bleiben dabei aber außen vor. Der folgende Beitrag nimmt die Beschäftigten in der Energiewirtschaft in den Fokus und zeigt, wie sich die Veränderungen auf diese auswirken.

Die Rolle von Wärmenetzen im Wärmemarkt der Zukunft – GIS-Analyse technisch-ökonomischer Potenziale

Sebastian Blömer, Christian Götz, Peter Mellwig, Martin Pehnt und Patrick Jochum

Wärmenetzinfrastrukturen setzen langfristige Investitionsentscheidungen voraus – sowohl für den Betreiber und die Wärmeabnehmer als auch für das übergeordnete Energiesystem. Die Bedeutung von Wärmenetzen in einem weitgehend klimaneutralen Gebäudebestand, wie im Energiekonzept der Bundesregierung als Ziel für das Jahr 2050 vorgegeben, wird in der Forschung intensiv diskutiert. Der Debatte um die Bedeutung dieser Netze im zukünftigen Wärmemarkt fehlte es bisher an einem flächendeckenden Modell zum kleinräumigen Abgleich von Wärmenachfrage und Netzkostenstrukturen. Das Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) hat in einem gemeinsamen Projekt mit der Beuth Hochschule für Technik Berlin die technisch-wirtschaftlichen Potenziale von Wärmenetzinfrastrukturen in einer hochauflösenden GIS-Analyse untersucht.

Stefan Thomas, Johannes Thema und Michael Kopatz

Energiesuffizienz ist neben Energieeffizienz ein zweiter Weg, den Energieverbrauch zu reduzieren. Während Energieeffizienz bei unverändertem Nutzen den Energieinput senkt, ist Energiesuffizienz eine Strategie mit dem Ziel, die Menge an technisch bereitgestellter Energie durch Veränderungen der Quantität oder Qualität des Nutzens aus Energie auf ein nachhaltiges Maß zu begrenzen oder zu reduzieren. Das kann durch Reduktion, Substitution oder Anpassung des Nutzens an den Bedarf im Alltag geschehen. Viele Haushalte praktizieren schon Energiesuffizienz, aber die Hemmnisse für eine stärkere Nutzung sind groß. Auch die Energiesuffizienz im Haushalt benötigt daher eine Flankierung durch die Politik. Im BMBF-Projekt „Energiesuffizienz“ wurde daher erstmals eine integrierte Energiesuffizienzpolitik untersucht, die insbesondere den Stromverbrauch in den privaten Haushalten adressiert.

Einspeisemanagement 3.0: Einsparpotenzial durch die Einbindung lokaler Flexibilitäten

Marcus Merkel und Martin Palovic

Bei einem Engpass im Stromnetz ist es nicht möglich, die gesamte geforderte Leistung zu transportieren. Die Folge: Das n–1-Kriterium kann nicht mehr gehalten werden. Derartige Engpässe gibt es durch die Energiewende zunehmend dezentral in den Verteilnetzen. Dies liegt daran, dass Übertragungsnetze nicht ausreichend ausgebaut werden oder Gleichzeitigkeiten durch immer höhere angeschlossene Lasten in den Verteilnetzen perspektivisch deutlich steigen. Neben dem Redispatch der Übertragungsnetzbetrieber (ÜNB) belastet auch das bestehende Netzengpassmanagement zunehmend deutsche Verbraucher. Hinzu kommen zusätzlich geplante Netzausbaubeschränkungen in Teilen Deutschlands.

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Inhalt der Ausgabe 7/2017
Schwerpunkt: Flexibilitäten
Energiepolitik: Ist die Energiewende festgefahren?
Stromverteilnetz: Nutzung dezentraler Flexibilitäten; Einspeisemanagement 3.0
Energieeffizienz: Ansätze für eine Energiesuffizienzpolitik
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