Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) lag der Verbrauch bis Ende März 2012 bei 3 709 PJ bzw. 126,7 Mio. t SKE. Um knapp 1 % verminderte sich der Mineralölverbrauch bei stabilem Absatz von Kraftstoffen und Heizölen und leichten Rückgängen bei den Produkten für den Einsatz in der Chemie und der Grundstoffindustrie. Der Erdgasverbrauch ging im Vorjahresvergleich aufgrund des geringeren Wärmebedarfs um knapp 3 % zurück. Eine leichte Verbrauchszunahme verzeichnete die Steinkohle wegen eines ansteigenden Einsatzes in Kraftwerken zur Strom- und Wärmeerzeugung bei zugleich verringertem Bedarf in der Stahlindustrie. Mit der Inbetriebnahme von zwei neuen Kraftwerken stieg der Braunkohleverbrauch um rd. 8 %, wobei im Jahresverlauf Altanlagen vom Netz gehen werden. Der Beitrag der Kernenergie verringerte sich um fast 30 %. Die erneuerbaren Energien legten um knapp 9 % zu. Aufgrund hoher Windstärken wuchs die Windkraft in den ersten drei Monaten um insgesamt 35 %. Während die Wasserkraft ohne Pumpspeicher um 5 % zulegte, ist die Photovoltaik mit über 40 % am stärksten gewachsen. Bei der Biomasse kamen mehr als 3 % hinzu, die Biokraftstoffe legten im Vorjahresvergleich um knapp 4 % zu.